Zielgruppe

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Wer ist meine Zielgruppe?

Es ist besonders wichtig, dass sich Betriebsrätinnen und Betriebsräte einen Überblick über die vorhandenen Beschäftigten- beziehungsweise Zielgruppen verschaffen. Die beste Basis für eine erfolgreiche innerbetriebliche Kommunikation und daher auch für eine erfolgreiche Mitgliederwerbung ist eine detaillierte betriebliche Bestandsaufnahme der Belegschaft und der Mitgliedersituation: die Beschreibung der betrieblichen Lage. Folgende Fragen helfen z.B. dabei:

  • Organisationsgrad
  • Wie hat sich die Zahl der Beschäftigten entwickelt?
  • Wie hat sich der Organisationsgrad entwickelt? Nach:
    • Geschlecht?
    • Altersgruppen?
    • Qualifikation…
  • Kann man in der Mitgliederentwicklung typische Trends entdecken?
  • Warum ist die Organisationsdichte in dem einen Fall gestiegen, im anderen gesunken?
  • Wird eine Zielgruppe verstärkt in den Wahrnehmungshorizont gerückt?
  • Wodurch ist diese Zielgruppe charakterisiert?
Je genauer die Zielgruppe beschrieben wird, um so präziser kann eine Strategie (Werbemittel, Themen, persönliche Ansprache usw.) erarbeitet werden.

Situationsanalyse

  • Wie wird die Zielgruppe angesprochen – mit welchem Thema?
  • Welche Probleme und Wünsche haben die jeweiligen Zielgruppen?

Die Probleme und Wünsche der einzelnen Ziel- beziehungsweise Beschäftigtengruppen sind unterschiedlich. Jede Zielgruppe hat andere Interessen, Probleme und Bedürfnislagen und muss vom Betriebsrat mit ihren spezifischen Themen angesprochen werden. Die von der Zielgruppe geäußerten Probleme und Bedürfnisse müssen aufgegriffen- und gezeigt werden, dass Betriebsrat und Gewerkschaft dafür Lösungen hat.

Um Menschen anzusprechen, bedarf es konkreter Anknüpfungspunkte. Um andere Menschen für die Gewerkschaft zu gewinnen, soll Klarheit darüber herrschen, was ihre Bedürfnisse sind, und was die Gewerkschaft und der Betriebsrat tun können, um diese Bedürfnisse zu befriedigen.

Jede Zielgruppe verlangt also ihre eigene Ansprache. Wichtig ist, so eng wie nur möglich an ihren Bedürfnissen, Wünschen und Interessen anzuknüpfen. Das setzt voraus, dass der Betriebsrat die vorhandenen Beschäftigten- beziehungsweise Zielgruppen und ihre Probleme und Bedürfnislagen gut kennt.

Erfolge und Misserfolge

Teil der Situationsanalyse ist auch die eigene Arbeit in der Betriebsratskörperschaft der vergangenen Jahre:

  • z.B.: Warum waren manche KollegInnen nicht bereit bei der Mitgliedergewinnung mitzuarbeiten?
  • Warum sind manche Aktivitäten gescheitert oder gleich wieder eingeschlafen?
  • Was ist hinsichtlich Mitgliedergewinnung gut gemacht worden?
  • Was könnte besser gemacht werden?



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