Social Software
Aus WIGBIT
Mit sozialer Software ist jene Software gemeint, die der menschlichen Kommunikation, Vernetzung und Zusammenarbeit dient. Social Software ist der Software-Part, der die Interaktion und das gemeinsame Nutzen des Webs möglich macht (-> Web 2.0). Das heißt, auch die in vorangegangenen Kapiteln besprochenen Dienste (z. B. Blogs, Social Bookmarks, Videoplattformen etc.) sind mit sozialer Software erstellt und die Personensuchmaschinen, die wir später behandeln, können ebenfalls dazugerechnet werden. Im Grunde ist eine strenge Trennung der verschiedenen Dienste ohnehin schwer möglich, da diese durch Mashups (Mischen unterschiedlicher Dienste) sehr eng miteinander verstrickt sind.
Social Software – im Sinne der Idee des gemeinsamen Nutzens – soll für möglichst alle UserInnen verständlich und nutzbar sein. Daher sind diese Anwendungen in der Regel so aufgebaut, dass sie intuitiv und leicht erlernbar sind: Eine hohe Usability ("BenutzerInnenfreundlichkeit") ist ein wichtiges Ziel. Nachstehend werden zwei weitere Arten von Web-2.0-Anwendungen vorgestellt, für die typischerweise Social Software verwendet wird.
Wikis
Wiki bedeutet übersetzt „schnell“. Warum schnell? Angenommen es gibt einen Text, den mehrere Menschen bearbeiten sollen, und dieses Dokument wird per Mail oder Rundlauf von Person zu Person geschickt: Das wird ein langwieriger und mühsamer Prozess – wenn mehrere Menschen an demselben Dokument arbeiten, so besteht bald das Problem, nicht mehr zu wissen, was nun die Letztfassung ist und wer was warum geändert oder ergänzt hat.
Ein Wiki ist ein Web-Werkzeug, mit dem viele NutzerInnen ein Dokument bearbeiten können, in dem die Änderungen dokumentiert (in einem "Diskussionsforum") und eventuell auch rückgängig gemacht werden können. Damit sind Wikis für die gemeinschaftliche Bearbeitung eines Textes ein effizientes, schnelles und übersichtliches Tool. Auf folgenden Plattformen kann ein eigenes Wiki erstellt werden:
Wikipedia
ist das berühmteste Beispiel für ein Wiki.
Seit 2001 gibt es das Online-Lexikon Wikipedia auch in der deutschen Fassung. Es ist mit über 837.000 Artikeln das zweitgrößte Wikipedia nach der englischsprachigen (über 2,5 Millionen Artikel) Version (Stand Ende 2008).
Hauptmerkmal von Wikipedia: Alle Menschen können Artikel erstellen oder verändern. An den Beiträgen der deutschen Fassung arbeiten regelmäßig mehr als 7000 AutorInnen. Die Wikipedia-Community reguliert sich selbst: Im Netz bleiben die Beiträge, die vor der Community bestehen können. Das Kunstwort Wikipedia setzt sich aus "wiki" (hawaiisch für schnell) und "encyclopedia" (englisch für Enzyklopädie) zusammen. Das freie Teilen von Wissen ist das erklärte Ziel der Non-Profit-Organisation Wikimedia: So können die Inhalte unentgeltlich genutzt und verbreitet werden.

Quelle: de.wikipedia.org
Wikimedia bietet zusätzlich noch weitere Dienste an:
- Zitaten-Sammlung, wikiquote.org
- Nachrichtendienst, wikinews.org
- Wörterbuch, wiktionary.org
- gemeinsame Lernplattform, wikiversity.org u.a.
Zu finden ist Wikimedia auf wikipedia.org ganz unten unter "Schwesterprojekte".
BR-Wiki
In einem Online-Nachschlagewerk – dem BR-Wiki – werden Inhalte rund um die Betriebsratsarbeit von BetriebsrätInnen, PersonalvertreterInnen und ExpertInnen von Gewerkschaften und AK gesammelt und aufbereitet.
Das BR-Wiki wurde im Rahmen des "gesellschaftspolitischen diskussionsforums" ins Leben gerufen. Die Arbeit im BR-Wiki stagnierte im Jahr 2008, die Inhalte wurden in dieses Bildungs-Wiki transferiert und es werden engagierte AutorInnen gesucht.
Für die Arbeit im BR-Wiki ist die Eingabe eines Passwortes erforderlich, das bei den gedifo-Verantwortlichen eingeholt werden kann: www.gedifo.at

Quelle: wiki.gedifo.at
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