Satzspiegel

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Definition

Die Zeitung soll ein einheitliches Gesicht haben. Aus diesem Grund wird ein so genannter Satzspiegel hergestellt, der den Rahmen vorgibt, in dem die Seiten mit Text und Bildmaterial gefüllt werden können.

Der Satzspiegel ist Grundlage des Layouts und findet sich von der Tageszeitung bis zum Versandhauskatalog wieder.

  • Er legt fest, wie viele Buchstaben satzabhängig in eine Zeile passen.
  • Er hält Abstand zwischen den Spalten und zu den Seitenrändern.
  • Bei der Erstellung des Satzspiegels können bereits Kopflinien, Kästen und Rasterflächen vorgemerkt werden.

Beispiel für einen Satzspiegel

Dieses Seitengerüst ist, wie das Format, eine grundlegende Entscheidung bereits in der Vorplanung einer Zeitung, da durch sie der gestalterische Charakter und die grafischen Möglichkeiten festgelegt werden.

Diese einmal erarbeitete Struktur sollte bei den weiteren Ausgaben beibehalten werden, da sie die Orientierung in der Zeitung erleichtert.

Beispiel für einen einfachen Satzspiegel mit zwei Spalten:


Ein Beispiel für die Anwendung eines Satzspiegels: Allen acht Layouts einer großformatigen Publikation liegt der gleiche Raster (Satzspiegel) mit vier Spalten zu Grunde:


Grundregeln

Wie viele Spalten möglich sind hängt von der Seitengröße ab.

  • Das Minimum zwischen den Spalten ist 0,4 cm.
  • Abstand zu den Rändern nochmals 1,5 cm.
  • DIN A4: maximal 3, besser nur 2 Spalten
  • Zum oberen Rand mindestens 1,5 cm und zum unteren Rand 1,5 bis 2 cm Platz lassen.

Bevor die erste Zeitung produziert wird, wird ein Rohlayout erstellt. Dabei werden folgende Punkte geklärt:

  • Was steht wo?
  • Wie viele Spalten soll es geben?
  • Wo stehen Logo, Inhaltsverzeichnis und Impressum?
  • Welche Teile sollen regelmäßig erscheinen und als Rubrik eingeführt werden?
  • Die Kurzmitteilungen auf Seite 2 oder soll das der feste Platz für die Kommentare werden?
  • Reportagen finden sich eher in den hinteren Teilen mit festem Platz oder ist das von Ausgabe zu Ausgabe verschieden?

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