Problem-Orientierung

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  • Qualitätsmanagement zielt auf kontinuierliche Verbesserung der Qualität.
  • Qualitätsmanagement orientiert sich an Problemen.
  • Qualitätsmanagement basiert auf wissenschaftlicher Methodik und verwendet statistische Analysen (arbeitet mit Fakten und Daten als Entscheidungsgrundlage).

Inhaltsverzeichnis

Problem-Bestimmung

Probleme im Qualitätsmanagement werden sachlich aus der Sicht aller Beteiligten und Betroffenen definiert, analysiert und strukturiert bearbeitet.

"Was" statt "Wer"

Während der Problemdefinition wird nicht danach gefragt, wer das Problem verursacht, sondern, was das Problem auslöst - da man erkannt hat, dass die meisten Probleme mehrere Ursachen haben und diese in den wenigsten Fällen einzelnen Personen zuzuordnen sind.

Kontinuierliches Arbeiten

Arbeit an Qualität beginnt einmal und wird dann in eine Spirale von Reflexion und Handeln übergeführt, die sich kontinuierlich fortsetzt. Im Vergleich dazu geht es bei der Qualitätssicherung um die Erreichung eines Mindestniveaus.

Arbeit an der Qualität setzt immer dort an, wo Defizite spürbar werden. Nach dem Prinzip: "Gutes bewahren, weniger Gutes verbessern!"

Kriterien zur Problem-Auswahl

Im Problemlösungsprozess lösbar sind Probleme:

  • die unmittelbare Auswirkungen auf einen/mehrere Interessenspartner (z.B. Patienten, Mitarbeiter ...) haben.
  • die sich nicht auf die Struktur oder Ausstattung mit Geräten, Personal etc. beziehen.
  • die nicht schon mit einer Lösung gleichzusetzen sind.
  • die unter den gegebenen Bedingungen (Gesetze, Erlässe) veränderbar sind.
  • die aktuell spürbar sind und nicht ausschließlich durch eine Entscheidung/Handlung einer Führungskraft lösbar sind.

Problem-Beschreibung

Exakte sachliche Problembeschreibung, ohne dabei nach Schuldigen zu suchen, ist der erste Schritt zu einer punktuellen Qualitätsverbesserung.

Im nächsten Schritt muss geklärt werden, wer von diesem Problem betroffen ist. Die Betroffenen müssen eingeladen werden, an der Lösung des Problems zu arbeiten. "Betroffene zu Beteiligten machen!"

Erwünschtes Ziel bzw. Ergebnis klar definieren und so weit als möglich eingrenzen.

Festlegen, wer der/die Nutznießer dieser Lösungen sind.

Je konzentrierter die Beteiligten an diese Beschreibung herangehen, desto bewusster wird allen der Ablauf. Allein durch diese Auseinandersetzung wird das Problem eingegrenzt und klarer.

Vorsicht: Keine vorschnellen Lösungen festschreiben. Erst das Problem klar definieren.

Grafik: Formular zur Problem-Beschreibung


Qualitätsindikatoren

Grundsätzlich unterscheidet man Struktur-, Prozess- und Ergebnisindikatoren.

  • Beispiel für Strukturindikator: (misst die Strukturqualität)
    Anzahl der Pflegepersonen/Ärzte pro Aufnahme
  • Beispiel für Prozessindikator: (misst die Prozessqualität)
    Stehzeiten im Operationssaal in Minuten
  • Beispiel für Ergebnisindikator: (misst die Ergebnisqualität)
    Grad der Patientenzufriedenheit mit der Pflege


Qualitätsstandards

In der Praxis erlebt man häufig die Verwechslung bzw. Gleichsetzung von Qualitätsmerkmal und dem Indikator.

Das Qualitätsmerkmal ist eine definierte Eigenschaft, an der man gute Qualität misst - dabei handelt es sich meist um Eigenschaftswörter. Die Suche nach dem Qualitätsmerkmal wird immer mit der Fragestellung: "Woran erkennt man gute Qualität?" eingeleitet. Z.B.: Woran erkennt man die Qualität der Dokumentation? Bzw. wann ist eine Dokumentation eine gute Dokumentation?

Grafik: Qualitätsstandards


Eigenschaften von Qualitätsmerkmalen:

  • Vollständigkeit,
  • Lesbarkeit,
  • Nachvollziehbarkeit, ...

Im Gegensatz dazu gibt der Indikator die Messgröße an, mit der man die Ausprägung des Qualitätsmerkmales messen kann. Z.B.: Anzahl der Krankengeschichten, die lt. Standard vollständig sind im Verhältnis zu der Gesamtanzahl der Krankengeschichten.

Grafik: Indikatoren


Eigenschaften von Indikatoren:

  • messbar = in Zahlen ausdrückbar bzw. beschreibbar (Anzahl, Prozent, ...)
  • relevant = aussagekräftig für den zu analysierenden Bereich bzw. das Ziel
  • verständlich = auch für Außenstehende verständlich

Persönliche Werkzeuge