Printmedien layouten
Aus WIGBIT
Der Titel und das Layout einer Zeitung sind der erste Eindruck, den die Lesenden von einer Zeitung haben. Meist werden Artikel nicht zur Gänze gelesen, der Einstieg erfolgt über das Bild, die Bildunterschrift und den Vorspann.
Titel, Untertitel, Bildunterschriften werden meist zuerst gelesen. (Zum Vergrößern bitte auf die Vorschau klicken!)
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Ein Layout erstellen
Die Anordung der Elemente entscheidet, wie gut ein Layout gelingt. Dabei hilft ein Raster (Satzspiegel), an dem dann die einzelnen Elemente angeordnet werden. Dieser Raster gliedert die Seite, bestimmt das Verhältnis und den Abstand der einzelnen Elemente zueinander und zum Rand.
Layoutprogramme bieten die Möglichkeit, die Seite in verschiedene Bereiche zu untergliedern und erleichtern es, die einzelnen Elemente aufeinander abzustimmen. Ein Beispiellayout zeigt die Umsetzung eines Rasters.
Freie Flächen schaffen Kontraste. Sie müssen nicht um jeden Preis gefüllt werden, sondern geben einem Layout oft das gewisse Etwas. Wie das aussehen kann, zeigen folgende Beispiele:
Blickrichtung beim Lesen
Um den Blick der Lesenden auf bestimmte Themen zu lenken, hilft es auch, über das Leseverhalten der (meisten) Menschen Bescheid zu wissen und dieses dann zu berücksichtigen: Wenn wir ein bedrucktes Blatt Papier in die Hand bekommen (sei es Zeitung oder Flugblatt), gleiten unsere Augen automatisch in einer verkehrten S-Kurve über die Seite: von links oben nach rechts unten – entsprechend unserer Leserichtung.
Wie das aussieht, zeigt dir das Bild:
Beachte:
- Bei Doppelseiten wird stärker die rechte Seite beachtet.
- Am meisten Aufmerksamkeit bekommen Titel, Bilder und Bildunterschriften.
Layoutregeln für Zeitschriften und Broschüren
- Das Titelblatt ist das Schaufenster der Zeitung.
- Mittelseiten nützen und über zwei Seiten laufen lassen.
- Ein durchgängiges Konzept (Wiedererkennung, Übersichtlichkeit).
- Jede Seite hat einen Schwerpunkt (Erzeugung von Aufmerksamkeit).
- Jede Seite beinhaltet mindestens ein Bildelement.
- Keine Fotos ohne Bildunterschrift.
- Logische Zusammenhänge schaffen: Text, Bildelemente und Gestaltung bilden eine Einheit bilden.
- Kurzmeldungen lockern die Seiten auf.
- Platz lassen für leere weiße Flächen - unbedruckten Raum schaffen.
Layoutbeispiele
Layouten mit einfachen Mitteln: Dieses Beispiel aus der Brauereizeitung "Unser Bier" zeigt, dass auch in schwarz-weiß eine Seite übersichtlich gegliedert werden kann.
Hervorheben durch Farbe: Das Magazin des Billa-Betriebsrats "Aktiv" zeigt, wie Farbe zum Hervorheben eingesetzt werden kann.
Weniger ist mehr: Diese Ausgabe des "Flexworkers" beweist, dass Gestaltung einfach sein kann: ein Bild und wenig Farbe.
Übersichtlichkeit: Eine weitere Seite, die mit wenig Elementen auskommt und dabei übersichtlich ist, stammt aus dem "Schauplatz"
Rubriken: Im "Kontrapunkt" sieht man wie man einzelne Rubriken übersichtlich optisch voneinander trennen kann.
Optische Trennungen: Eine weitere Möglichkeit Beiträge optisch voneinander abzugrenzen, zeigen die BEKO-Betriebsratsnews.
Bildredaktion: Wenn kein geeignetes Bild aus den Betriebsalltag aufzutreiben ist, kann man vielleicht in einer Bilddatenbank etwas thematisch passendes finden. gut ausgewählt ist diese Bild aus der "Blechtrommel"
(Weitere Betriebszeitungsbeispiele findest du unter Beispiele für Betriebszeitungen.)
Gestaltung des Zeitungstitels
Trotz plakativer Wirkung und herausgehobener Stellung nimmt der Titel nicht die ganze Seite ein. Meistens steht der Titel ganz oben und quer über die Seite als so genannter Zeitungskopf. Es gibt aber auch die Möglichkeit mit einem Platz sparenden Titelblock, der links am Eck oder oben in der Mitte steht, zu arbeiten.
Der Titel steht in jeder Ausgabe immer an der gleichen Stelle und ist in der gleichen Form gestaltet.
Gestaltung der Titelseite
- Der Kopf der Titelseite mit dem Namen der Zeitung sollte möglichst einfach, klar und geradlinig sein.
- Logos klein halten.
- Auf der Titelseite können knappe Hinweise auf Artikel im Inneren der Zeitung (Kästen) und eventuell das Inhaltsverzeichnis platziert sein.
- Grundsätzlich ist es empfehlenswert, bereits auf der ersten Seite mit der Textinformation zu beginnen, und zwar mit dem Zentralthema.
- Interessante Fotos sind für den Einstieg immer gut, sollten aber nicht die ganze Titelseite einnehmen, sondern zum Text hinführen.
Beispiel
Dieses (erfundene) Beispiel zeigt, wie die Gestaltung der Titelseite aussehen kann:
- ein Bild als Aufmacher,
- eine Schlagzeile,
- der Beginn eines aktuellen Artikels,
- Hinweiskästen,
- das Impressum.
Satzspiegel
Die Zeitung soll ein einheitliches Gesicht haben. Aus diesem Grund wird ein so genannter Satzspiegel hergestellt, der den Rahmen vorgibt, in dem die Seiten mit Text und Bildmaterial gefüllt werden können.
Rohlayout
Bevor die erste Zeitung produziert wird, wird ein Rohlayout erstellt.

