Präsentation

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Audiovisuelle Mittel

Wer schwierige Inhalte vermitteln möchte, sollte nicht nur darüber sprechen, sondern diese auch sichtbar machen, also: visualisieren.

Der Zuhörer und die Zuhörerin behält mehr, wenn er oder sie Wesentliches auch sieht.

Es heißt: "Ein Bild sagt mehr als tausend Worte". Denken wir an den visuellen Teil im täglichen Miteinander, den Bereich der non-verbalen Kommunikation.

Was heißt nun "Visualisierung"?
Visualisierung heißt "bildhafte Darstellung". Diese optische Darstellung muss nicht das gesprochene Wort ersetzen, vielmehr ist es ihr Ziel z.B. die Aufmerksamkeit der Empfänger auf das Wesentliche zu konzentrieren, den Redeaufwand zu minimieren, Orientierungshilfen zu geben, Gesagtes zu ergänzen und zu vertiefen und schließlich das Behalten zu fördern. Es ist erwiesen, dass der Zuhörer durch zusätzliche Visualisierung erheblich mehr Informationen aufnimmt, als allein durch die Worte.

Studien haben ergeben: Die Informationsaufnahme erfolgt im Durchschnitt zu rund

  • 80 % über die Augen,
  • 15 % über die Ohren,
  • 5 % über andere Sinnesorgane.


Der Mensch merkt sich etwa

  • 10 % von dem, was er/sie liest oder hört.
  • 30 % von dem, was er/sie sieht.
  • 50 % von dem, was er/sie sieht und hört.
  • 90 % von dem, was er/sie selber macht.


Allerdings sollte sich der Redner nicht hinter seinen Bildern verstecken.
Bilderreiches Sprechen hat übrigens einen ähnlichen Effekt wie die Visualisierung. Je klarer und einprägsamer die Zusammenhänge sind, desto hörerfreundlicher ist der Vortrag.


Hilfsmittel für die Präsentation

Die älteste Präsentationstechnik ist wohl das "Zeigen eines Gegenstandes". Bei der Leichenfeier für den ermordeten Caesar ließ Antonius dessen blutbeflecktes Gewand ausstellen und brauchte so nur wenige Worte, um das Volk gegen die Caesar-Mörder aufzupeitschen.

Auch in der zeitgenössischen Politik wird die Zeige-Technik zunehmend gerne angewandt. Wenn es über diese einfache Technik hinaus aber darum geht, wesentliche Aussagen in schriftlicher Form festzuhalten, dann bieten sich z.B. folgende Präsentationstechniken an:

Präsentation mittels: Vorteil:
Gedrucktes Material Zuhörer und Zuhörerinnen haben etwas in der Hand.
Tafel, White Board um Anregungen aus dem Publikum unmittelbar aufzugreifen.
Flipchart um Inhalte vorzustrukturieren oder dauerhaft zu präsentieren. Es kann leicht vorgezeichnet werden und die Blätter sind nachher als Poster verwendbar.
Pinnwand um Ideen vor den Augen der Zuhörenden zu ordnen oder zu gewichten.
(Tageslicht-)Projektor oder entsprechend abdunkeln um größere Textmengen mit geringem Aufwand zu visualisieren.
Computergestützte Präsentation um möglichst kleinschrittig zu visualisieren oder um multimedial (Bilder, Videos und Audios) zu präsentieren.

Den Visualisierungsmöglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt.

  1. Ideen zu Visualisierungsmöglichkeiten notieren wir als RednerIn schon bei der Ideen- bzw. Material-Sammlung.
  2. Für die Gliederung könnte man zur besseren Übersicht eine Folie entwickeln.
  3. Beim Ausformulieren merkt man, wenn eine Visualisierung schlaglichtartig verdeutlichen könnte, was nur umständlich mit Worten ausgedrückt werden kann.
  4. Eine Visualisierung dient auch als "Stichwortzettel".



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