Konzeption und Planung einer Betriebszeitung
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Zuständigkeiten und Rahmendaten
Die Personalvertretung bzw. der Betriebsrat klärt oder beschließt vor der Herausgabe der Betriebszeitung folgende Punkte:
- Beschluss über die Herausgabe einer Betriebszeitung
- Bestimmung einer leitenden Redakteurin/eines leitenden Redakteurs
- Klärung der Kosten
- In welchem Abstand erscheint die Zeitung?
- Wer druckt oder vervielfältigt die Zeitung?
- Höhe der Auflage
- Umfang der einzelnen Nummern
- Was steht im Impressum? (beachte Mediengesetz)
Finanzielle Ressourcen
Ein wichtiges Kriterium bei der Entscheidung, in welchem Umfang und welcher Häufigkeit die Betriebszeitung erscheinen soll, ist das verfügbare Budget. Wenn das Geld knapp ist und niemand aus dem Team sich vorstellen kann, das Zeitungsbudget durch Inserate aufzufetten, gibt es einen guten Grund zunächst mit weniger Seiten zu starten. Es spricht auch nichts dagegen, die Zeitung zu Beginn schwarz-weiß zu machen und vielleicht am eigenen Kopierer zu vervielfältigen.
Folgende Beispiele illustrieren die breite Palette der unterschiedlichen Betriebszeitungen und zeigen, dass der Erfolg einer Betriebszeitung nicht von der Seitenzahl, Höhe der Auflage oder der Zahl der Farbfotos abhängt, sondern von der Qualität der Inhalte.
Beispiel 1:
Die „Blechtrommel“ ist die Zeitung des Angestellten-Betriebsrats der VOEST. Sie erscheint viermal im Jahr, hat zwischen 12 und 16 Seiten und wird vierfarbig im Offset-Druck-Verfahren gedruckt. Eine der vier Ausgaben ist eine Faschings-Sondernummer.
Beispiel 2:
Der „Flexworker“ ist die Zeitung des Betriebsrats des gemeinnützigen Arbeitskräfteüberlassers Flexwork. Auch der „Flexworker“ erscheint viermal jährlich, hat aber nur vier Seiten und wird auf einem Farblaserdrucker vervielfältigt.
Beispiel 3:
Dass sich eine Betriebszeitung auch noch einfacher – ganz ohne Farbdrucker erstellen lässt, zeigt die Zeitung des Betriebsrats von Technoglas „Im Scheinwerfer“. Diese Zeitung besteht nur aus einem gefalteten A4-Blatt, das am ganz normalen Kopierer vervielfältigt wird. Das kleine handliche A5-Format ermöglicht, dass die Zeitung mit dem Lohnzettel gemeinsam an die Beschäftigten verteilt wird.
Titel und Untertitel der Betriebszeitung
Der Name der Zeitung hat idealerweise einen Bezug zum Betrieb haben (z.B. zu den im Unternehmen hergestellten Produkten, typische Arbeitsbezeichnungen etc.). Er ist die Visitenkarte des Blattes. Wenn der Schriftzug unverwechselbar ist, entwickelt sich der Titel leichter zu einem "Markenartikel".
Im Untertitel der Zeitung ist möglichst ein Hinweis auf den/die HerausgeberIn enthalten sein (z.B.: Für die Beschäftigten der Firma AB vom Betriebsrat). Außerdem sollte der Titel die Nummerierung der jeweiligen Ausgabe, Jahrgang und Erscheinungsdatum enthalten.
Format
Umfang und Erscheinungszeitraum = Die meisten Produkte erscheinen im DIN-A4-Format. Nicht genormten Seitengrößen verursachen oft höhere Papier- und Vervielfältigungskosten.
Siehe dazu auch unter Gestaltung - Satzspiegel.
Heftumfang
Betriebszeitungen umfassen im Durchschnitt zwischen 4 und 16 Seiten.
Erscheinungsweise
Vier- bis sechsmal im Jahr ist ein idealer Erscheinungsmodus.
