Euzkadi vs Continental

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Kurz nachdem der Reifenmulti Continental die gut eingeführte mexikanische Fabrik Euzkadi übernommen hatte, wurde das Werk im Dezember 2001 ohne Genehmigung geschlossen. Die ArbeiterInnen waren darauf in einen Streik getreten, der drei Jahre dauern sollte.

Der öffentliche Druck auf Continental wuchs auch in Europa, wie die folgende TV-Dokumentation zeigt: "David gegen Goliath" von Michael Enger (Deutschland 2004)

Erst im Februar 2004 erkannte die mexikanische Regierung nach einem Urteil des Arbeitsgerichtes den Streik als rechtmäßig an.

Im Herbst 2004 organisierte weltumspannend arbeiten im Rahmen einer Bildungsreise nach Mexiko ein Treffen von österreichischen GewerkschafterInnen mit den Euzkadi-ArbeiterInnen, um ihren Kampf zu unterstützen.

Weiterführung als Kooperative

Nun haben die Euzkadi-GewerkschafterInnen SNRTE (Sindicato Nacional Revolucionario de Trabajadores de la Compañía Hulera Euzkadi) die Idee verwirklicht, die Reifenproduktion in einer Kooperative weiterzuführen: Am 9. Juli 2005 liefen die ersten zehn Reifen in guter Qualität vom Band.

Der dreijährige Streik und die internationale Solidarität führten die ArbeiterInnen ans Ziel: Die Regierung beschloss, die Wiedereröffnung des Werkes finanziell zu unterstützen. Sie konnten die Reifenproduktion wieder aufnehmen und ihre Arbeitsplätze erhalten. Zusätzlich wurden die ArbeiterInnen zu 50% Miteigentümer des Reifenwerks.

Die TV-Dokumentation "Wenn die Räder wieder rollen" von Michael Enger veranschaulicht diesen Erfolg.



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