Die Europäische Investitionsbank
Aus WIGBIT
Von der EZB zu unterscheiden ist die Europäische Investitionsbank (EIB). Ihre Aufgabe ist die Förderung der regionalen Entwicklung. Die EIB wird nicht aus dem Gemeinschaftshaushalt finanziert, sondern über den Kapitalmarkt. Ihre Anteilseigner sind alle Mitgliedstaaten der EU, wodurch die EIB auch in den Genuss des begehrten „AAA“-Ratings kommt. Ihre Bilanzsumme beträgt im Jahr 2010 über 400 Millionen Euro.
Die EIB gewährt Darlehen vor allem zur Hilfe für entwicklungsschwache Regionen, zum Ausbau transeuropäischer Infrastrukturnetze, zur Unterstützung von Klein- und Mittelbetrieben, Umwelt- und Energieprojekten ebenso wie auch in sozialen Bereichen (Bildung, Gesundheit, etc.).
Von besonderer Bedeutung ist die EIB für die Staaten Mittel-, Süd- und Osteuropas schon im Zuge der Vorbereitungen zur Erweiterung der Union gewesen. Ebenso ist die EIB für die Mittelmeerländer ein Mitfinanzierungsfaktor geworden. Wichtig sind ferner Darlehen für friedensschaffende Investitionen im Nahen Osten.
Exkurs:„Eurofound“ oder Dublin-Foundation
Neben den erwähnten in den Verträgen vorgesehenen Organen bzw. Institutionen der EU gibt es noch rund 20 ausgelagerte Einrichtungen (Agenturen), deren Sitze über die gesamte EU verteilt sind. Wien beherbergt etwa den Sitz der europäischen Grundrechteagentur. Bedeutsam aus ArbeitnehmerInnensicht ist vor allem die Europäische Stiftung zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen in Dublin, auch „Eurofound“ oder „Dublin-Foundation“ bezeichnet.
Eurofound wurde bereits 1975 als eine der ersten Agenturen der EU eingerichtet. Die Stiftung konzentriert sich auf das Erforschen und Sammeln von Informationen und auf die Veröffentlichung ihrer Ergebnisse im Bereich der europäischen Sozialpolitik. Sie verfügt über ein ExpertInnennetzwerk in der gesamten EU. Aktuelle Entwicklungen in der europäischen Arbeitswelt werden auf sog „Monitoring Tools“ festgehalten und können auch über das Internet mitverfolgt werden (siehe european industrial relations observatory on-line - engl).
Finanziert wird die Stiftung von der Europäischen Kommission (jährliches Budget rund 20 Millionen Euro).
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