Der Jahresabschluss

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In diesem Kapitel erfährst du

  • den Aufbau und die Systematik des Jahresabschlusses und
  • warum Kennzahlen wichtig sind.

Inhaltsverzeichnis

Aufbau und Systematik des Jahresabschlusses

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Der Jahresabschluss wird aus der Finanzbuchhaltung (Erfassung der Geschäftsfälle) abgeleitet. Durch diese fortlaufende und lückenlose Aufzeichnung aller Geschäftsfälle wird der Stand und die Veränderung des Vermögens sowie der wirtschaftliche Erfolg einer Unternehmung nachgewiesen. Die Finanzbuchhaltung gibt somit eine Übersicht über die Vermögens- und Eigenkapitalteile sowie über die Schulden einer Unternehmung innerhalb einer Periode. Sie bildet die Grundlage für die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung.

Gemäß § 222 Abs 1 UGB müssen die gesetzlichen Vertreter einer Kapitalgesellschaft in den ersten fünf Monaten des Geschäftsjahres für das vorangegangene Geschäftsjahr den Jahresabschluss (mit Anhang) sowie einen Lagebericht aufstellen. (Diese Regelung gilt auch für Personengesellschaften, bei denen kein persönlich haftender Gesellschafter eine natürliche Person ist, z. B. GmbH & Co KG.)

Der Jahresabschluss von Kapitalgesellschaften umfasst somit folgende Bestandteile:

  • Bilanz
  • Gewinn- und Verlustrechnung
  • Anhang.

Bilanz

Die Bilanz wird am Ende des Wirtschaftsjahres durch Zusammenfassung gleichartiger Konten aus der Buchhaltung aufgestellt. Bilanzstichtag ist in der Regel der 31.12. jedes Jahres, unter bestimmten Umständen kann aber auch ein anderer Bilanzstichtag gewählt werden.

Anhang

Im Anhang sind die Zahlen des Jahresabschlusses so zu erläutern, dass sie für Bilanzkundige verständlich werden. Weiters sind dort bestimmte veröffentlichungspflichtige Tatbestände anzuführen, sofern diese nicht ohnedies bereits in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen wurden (etwa Anlagespiegel, Umsatzsegmente, Fristigkeiten bei Verbindlichkeiten usw.).

Lagebericht

Im Lagebericht sollen alle wichtigen Vorgänge dargestellt werden, die für das Ergebnis des Geschäftsjahres bedeutsam gewesen sind (etwa Erweiterungen oder Einschränkung des Betriebes, große Verluste aus eingegangenen Geschäften usw.).

Die Bedeutung von Kennzahlen

Kennzahlen werden auf der Basis des Jahresabschlusses berechnet und haben daher den großen Vorteil, dass sie auch für unternehmensexterne Personen nachvollziehbar sind. Im Gegensatz zur Kostenrechnung z.B. muss der Jahresabschluss gesetzlichen Erfordernissen entsprechen und für Kapitalgesellschaften auch veröffentlicht werden.

Anhand von verschiedenen Bilanzkennzahlen wie zum Beispiel Eigenkapitalquote, Liquidität e.t.c. kann man die Entwicklung eines Unternehmens im Zeitablauf (z.B. über mehrere Jahre) analysieren. Es ist auch ein Vergleich des eigenen Unternehmens mit einem Unternehmen derselben Branche (siehe z.B. die Branchenanalysen auf der AK-Homepage) möglich, um zu sehen, wie das eigene Unternehmen im Vergleich zur Branche steht.

Da es keine gesetzlichen Regelungen für die Definition und Berechnung der Kennzahlen gibt, kommen immer wieder verschiedene Bezeichnungen vor. Daher solltest du als Betriebsrat immer nachfragen, wie sich die Kennzahl zusammensetzt.


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